
Bild: Mehler Protection
Mehler Protection erweitert sein Portfolio ballistischer Helme um den Omega Core, einen ultraleichten Gefechtshelm aus hochleistungsfähigem Polyethylen-Verbund (UHMWPE), wie das Unternehmen mitteilt. Der für moderne taktische und militärische Einsatzprofile konzipierte Omega Core kombiniere einen optimierten UHMWPE-Verbundkern mit einem schalenintegralen Energieableitungssystem und einer ergonomisch ausgelegten Innenausstattung, so Mehler Protection. Das Ergebnis sei ein optimales Verhältnis von Gewicht zu ballistischer Performance, das die Mobilität erhöhe und einsatzbedingte Ermüdung sowie Nackenbelastung reduziere. Gegenüber dem aktuellen Gefechtshelm der Bundeswehr weise der neue Helm eine Gewichtsersparnis von rund 20 Prozent auf, ohne Kompromisse bei Schutz, Ergonomie und Systemintegration. Das Helmsystem wird laut Mitteilung auf der Enforce Tac 2026 im Rahmen des aktuellen Helmportfolios von Mehler Protection präsentiert.
Der Omega Core verbindet dem Hersteller zufolge einen technisch ausgefeilten ballistischen Aufbau mit einer offenen Schienenarchitektur sowie modularen Schnittstellen, z.B. für NVG-Mounts, Visiere, Kommunikationsgeräte und Gehörschutz. Für das Innenleben werden demnach Mehrkammerpolster und adaptive Fixierungspunkte genutzt, um Mikrobewegungen unter dynamischer Belastung zu minimieren und so Stabilität, Tragekomfort und Passform zu verbessern.
Das individuell einstellbare Kopfnetz sorge für eine permanente Durchlüftung und minimiere somit Schweißbildung und Hitzestau. Das Schalenkonzept sei auf eine geringe Backface-Deformation und eine optimierte Fragmentableitung ausgelegt. Dank seiner modularen Plattformarchitektur lässt sich der Helm auch zukünftig an unterschiedliche Missionsprofile anpassen – von hochmobilen Einsätzen bis hin zu Lagen mit variablen Bedrohungsbildern.
Das System wird den Mitteilung zufolge unter anderem nach dem Gesamtsystem „Ballistic Helmet“ (Kapitel 3.2, Mai 2010), nach STANAG 2920 (V50-Verfahren für Splitterschutz) sowie nach NIJ STD 0106.01 getestet. Die Beschusstests werden gegen praxisrelevante Pistolenmunition (Beispielangaben: 9 mm FMJ RN, .357 SIG FMJ FN, .44 Mag SJHP) durchgeführt, um die Leistungscharakteristik zu bewerten. Mithilfe dieser Richtlinien und weiterer Verfahren werde sichergestellt, dass die ballistische Leistung, die Stoßdämpfung und die Materialbeständigkeit den Anforderungen militärischer Anwender entsprechen, schreibt Mehler.
Die Serienfertigung erfolgt in einem eigenen Werk in Fulda. In der automatisierten Fertigungslinie stehen laut Hersteller Produktionskapazitäten für mehr als 50.000 State-of-the-Art-Helme pro Jahr zur Verfügung. Mehler Protection verfügt über die organisatorischen und technischen Voraussetzungen, um die Produktion bei Auftragseingang kurzfristig auf das Dreifache zu skalieren. So könne der Bedarf von Streitkräften schnell und verlässlich gedeckt werden. Die Produktionsstrategie basiere auf kurzfristiger Skalierbarkeit, dualer Beschaffungslogik für kritische Komponenten sowie qualifizierten Zuliefernetzwerken in Europa.
Mehler Protection ist ein führender Anbieter hochwertiger ballistischer Schutzsysteme für Strafverfolgungsbehörden, Militär und Spezialeinheiten. Das Portfolio umfasst ballistischen Körperschutz, Stich- und Schnittschutz, Helme, Schilde sowie Plattformschutz für Schiffe, Luft- und Landfahrzeuge und kritische Infrastrukturen.
Quelle : lah www.hartpunkt.de
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