Leichtbaugarage #12 Leichtbaukufen @ Weihnachtsmann-Schlitten (Mark V)

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Das Fahrzeug

Es ist überliefert, dass vor genau einhundert Jahren erstmals über den Schlitten des Weihnachtsmannes berichtet wurde. Konstruiert und gebaut in der Elfen-Tuning Schmiede am Nordpol und gezogen von bis zu neun Rentieren ermöglicht dieses Fahrzeug die weltweite Belieferung der Braven an einem Weihnachtstag.

©Hartwig KHD, Christmas Boycott, CC BY-ND 2.0

Neben dem innovativsten Navigations- und Assistenzsystemen auf dem Markt und der traditionellen Rennfarbe Polarrot (auch mit Metallic-Option) verbergen sich neben dem streng vertraulichen Antriebssystem auch Leichtbauanwendungen.

Die großen Benchmarkinganbieter gehen davon aus, dass der Weihnachtsmann circa 100 bis 200 Millionen Haushalte in 31 Stunden beliefert, was in einer durchschnittlichen Geschwindigkeit oberhalb der 3.000- bis 10.000-fachen Schallgeschwindigkeit resultiert. Wiegen die Geschenke je Haushalt zusammen 5 kg, so ist auf ein Höchstabfluggewicht von 500.000 bzw. 1.000.000 t auszulegen, wobei Zentripetalkräfte auftreten, welche um die Größenordnung von weit über die Erdanziehung übersteigen.

Werden an jeden Haushalt im Mittel drei Pakete mit den jeweiligen Maßen 40cm x 40cm x 40cm geliefert und werden die Pakete im Verhältnis 2:1:1 auf dem Schlitten gestapelt, so ergibt sich für die minimale Ladefläche eine Länge von fast 490 m und eine Breite sowie Höhe von fast 245 m. Vermutlich ist es daher auch immer dunkel, wenn der Weihnachtsmann die Geschenke bringt.

Vor dem Hintergrund der hohen Masse und Kräfte sind auch hier Leichtmaßnahmen zu ergreifen, um insbesondere Verschiebungen in unserem Sonnensystem zu vermeiden. Im ersten Projektteil haben wir daher die Kufen optimiert.

Der Leichtbau

Da sich der mobile Teleporter noch in der Zulassung befindet und die Geschenke an Bord bereitgehalten werden müssen, ist auf Systemebene beschlossen worden ein Abkoppeln der Transportfläche vorzusehen. So kann die Schlittenmasse während des Einsatzes reduziert werden. Hierbei gibt es noch zwei in Erprobung befindliche Varianten. Entweder wird die Ladefläche in acht Teile aufgeteilt, sodass jeweils ein Rentier mit je einem 11.250 km langen Transportflächenmodul zurückfliegen kann oder diese werden im Zusatzantrieb verheizt, um die Geschwindigkeit weiter zu steigern.

Kunden weltweit wünschen sich das traditionelle Design „Kutsche mit Kufen“. Da der Schlitten wie allgemein bekannt fliegen kann, waren die Kufen jahrzehntelang lediglich Designelement. Nun wurden sie mit einer, im wahrsten Sinne des Wortes, tragenden Funktion behaftet. Damit die oben genannte Nutzlast nicht zu einer unzulässigen Durchbiegung der Transportfläche führt, wird sie außen durch einen biegesteifen Rahmen gestützt. Der biegesteife Rahmen wiederum ist über ein Fachwerk mit den Kufen verbunden. Die somit erreichte erhöhte Biegesteifigkeit, durch Erhöhung des Steiner´schen Anteils, ermöglicht ein Downsizen des biegesteifen Rahmens.

©Elke Wetzig, Flachsfasern, CC BY-SA 3.0

Auch bzw. gerade am Nordpol ist man bestrebt danach, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und einen Beitrag zur Minimierung des Klimawandels zu leisten. Daher fiel die Entscheidung auf die Verwendung von im Extrusionsverfahren gefertigte, naturfaserverstärkte Kunststoffprofilen. Upcycling wird dabei bei abgenutzten Flachsruten von Knecht Ruprecht betrieben.

Eins können wir schon verraten – alle Nutzlaststeigerungen werden schon dieses Jahr mit mehr Geschenken ausgeschöpft. Ein frohes Fest!

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